Gibt es Gegenanzeigen für die Heilhypnose?
Ja. Bei allen psychotischen Symptomen (Wahn, Halluzinationen, Ich-Störungen), Bewusstseinsstörungen, Demenzerkrankungen und Kinder unter 6 Jahren ist Hypnose nicht einsetzbar und kontraindiziert.
Ist jeder hypnotisierbar?
Jeder geistig gesunde Mensch ist hypnotisierbar und hat schon unzählige Male hypnotische Situationen erlebt. Wenn Sie vor dem Fernseher sitzen, bewirkt allein das Fixieren des Bildschirms, dass Sie in eine leichte bis mittlere Trance gehen und Ihr Unterbewusstsein erhöht ansprechbar ist. Jeder Mensch, der sich aus freiem Willen zur Hypnose entschließt und Vertrauen zu seinem Therapeuten hat, ist auch hypnotisierbar.
Es bestehen lediglich Unterschiede in der Geschwindigkeit und der Intensität, in der jemand in einen hypnoiden Zustand geht. Eine Therapie wird immer durch Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit, Vertrauen und Phantasie gefördert.
Ist es möglich, aus einer Hypnosebehandlung nicht wieder zu erwachen?
Nein, Sie werden grundsätzlich immer erwachen. Wenn der Therapeut zum Beispiel vergessen würde, Sie zu wecken, ginge der hypnoide Zustand automatisch in einen normalen Nachtschlaf über, aus dem Sie immer erwachen.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Heilhypnosebehandlung?
Wichtig für den Erfolg der Hypnosebehandlung ist, dass Sie Vertrauen zu Ihrem Therapeuten haben und sich wohlfühlen. Deshalb ist es oft sinnvoll, zuerst einmal eine "Testsitzung" zu vereinbaren, sprechen Sie uns einfach darauf an.
Wann tritt ein Therapieerfolg ein?
Da jeder Mensch anders ist, ist auch jede Therapie ein Einzelstück, nicht übertragbar und nicht miteinander vergleichbar. Eine Behandlung dauert im Schnitt 40 Minuten.
Die Gesamtzahl der Sitzungen richtet sich nach den persönlichen Gegebenheiten und der Schwere der Erkrankung.
Wie wird eine Therapie durchgeführt?
Nach einem Vorgespräch und genauen Schilderung des Problems und seiner Vorgeschichte entspannt sich der Patient und der Therapeut fordert ihn auf, die Augen zu schließen. Durch beruhigendes Einreden auf den Patienten kommt dieser dann in einen vertieften Ruhezustand, in dem sein Unterbewusstsein immer ansprechbarer wird. Je tiefer der Ruhezustand, umso weiter öffnet sich das Unterbewusstsein. In diesem Zustand erhalten Sie nun individuelle Formeln, die mehrmals wiederholt werden. Da Sie sich auch im Wachzustand an diese Formeln erinnern können, lernen Sie, anders zu denken.
Birgt eine Hypnose Gefahren in sich?
Bei sachgemäßer Anwendung durch einen geschulten Therapeuten: keine. Warnen können wir nur vor Laienbehandlern oder Showhypnotiseuren, die sich irgendwo eine Therapie angeeignet haben, aber nicht die nötigen medizinischen Kenntnisse besitzen, diese ordnungsbemäß durchzuführen. Stellen Sie sich nie irgendwelchen "Schauhypnotiseuren" für dubiose Versuche zur Verfügung, da unsachgemäße Anwendung Nachwirkungen haben können.
Verrät der Patient in der Hypnose Dinge, die er nicht preisgeben möchte?
Normalerweise brauchen Sie währen einer Heilhypnosebehandlung nicht zu sprechen. Sie hören nur zu, was Ihnen der Therapeut sagt. Sie können sich auch hinterher an alles erinnern, was Ihnen gesagt wurde. Nur in Ausnahmefällen, wenn es nötig ist, weit zurückliegende Ereignisse zu erkennen, die zu diesem Krankheitsbild geführt haben, ist das Fragestellen in der Therapie erforderlich. Dies erfolgt aber grundsätzlich in Absprache mit dem Patienten. Ohne Einwilligung des Patienten werden derartige Beahndlungsverfahren nicht durchgeführt.
Gibt es Nebenwirkungen und gesundheitliche Schäden durch die Hypnose?
Diese Frage kann man mit ruhigen Gewissen mit nein beantworten. Im Gegenteil, durch die allgemeine Entspannung und Ruhe im Körper kommt es zu einem ganz natürlichen Heilreiz, das heißt, es werden durch die Tiefenentspannung häufig auch andere gesundheitliche Probleme positiv beinflusst.
Kann man in der Hypnose die Kontrolle über sich und seinen Körper verlieren?
Auch diese Frage kann man mit einem Nein beantworten. Bei der Heilhypnose befinden Sie sich in einem vertieften Ruhezustand, in dem Sie alles um sich herum wahrnehmen, miterleben und sich auch daran erinnern können. Sie sind nicht "bewusstlos".